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Schaffe schaffe Bötle baue

Schaffe schaffe Bötle baue

Und wir sind wieder back to business. Zuletzt gab's Betriebsausflug von Jala Boatwork in die Dänische Südsee. In der ausgeliehenen Glitschkiste vom Verein hat der viele Wind auch ganz schön Spaß gemacht.

Nebem Segeln war natürlich auchs Schlemmen wichtig und richtig. Noch besser hat aber getan, zu wissen, dass unser Lieblingsschatz in den Händen unserer fantastischen Chefgießerin war, die das Bewässerungsmanagement optimal gemanagt hat. Das hieß für uns eine Woche ohne an die Bewässerung zu denken, das war der eigentliche Urlaub! (komisch wie viel Zeit man plötzlich hat :D).

Aber natürlich haben wir Perlicki wahnsinnig vermisst und so wurde in der zweiten Urlaubswoche und ein paar darauffolgenden Tagen ganz schön was gerissen.

Vor allem sind ganz ganz spannende Dinge passiert! Wir haben endlich mit den Spantreparaturen angefangen und schon mal einiges vorbereitet. Zuerst mussten die Schrauben, mit denen die Planken an den Spanten befestigt sind, in den betroffenen Teilen der Spanten raus. Dafür haben wir mit grandiosen Messtechniken die betroffenen Schrauben von außen identifiziert (mehr oder minder erfolgreich) und die Proppen, die die Schraubenköpfe abdecken, entfernt. Ja, und dann hatten wir wirklich sehr viel Angst vor den Schrauben. Nachdem wir letztes Jahr im Deck gefühlt Milliarden Schrauben abgebrochen hatten (und auch sonst an jeglichen Stellen an diversen Schrauben gescheitert sind) und davon schon so ein bisschen traumatisiert sind, haben wir uns auf das Schlimmste eingestellt. Mit Lötkolben bewaffnet gingen wir in den Kampf gegen die Schrauben und siehe da, Paulas enorm muskulöse Erscheinung hat die Schrauben so verschreckt, dass sie sich ohne Probleme mit dem Schraubendreher rausdrehen ließen. Da war die Laune natürlich auf einem zwischenzeitlichen Höhepunkt, was auch direkt mit einem kleinen Kekspicknick gefeiert wurde. Dann ging plötzlich alles ratzfatz und wir konnten sogar schon Teile der Schadstellen in den Spanten raussägen.

Für die Schäftungen mussten wir noch ein bisschen mehr Platz im Boot machen und so haben noch Teile der Zwischenwand des ehemaligen Kühlschrankplatzes zur Steuerbordkoje und ein Borddurchlass das Boot verlassen.

Wie ihr bestimmt schon gemerkt habt, sind wir holzwerkerisch noch eher wackelig unterwegs und haben uns gedacht, dass wir die Schäftungen einfach frech mit der Fräse machen und so unser mangelndes handwerkliches Geschick kompensieren. Schon praktisch, wenn man einen ganz guten Werkzeugbestand hat. Paula hat ganz schön viele Gehirnzellen gebraucht, um die Form der Schablonen herauszufinden (und sich vielleicht auch 1-2 Mal versägt, upsiii). Die Ausrichtung mit den Zwingen war auch noch ganz schön knifflig, aber schließlich hat das Fräsen doch ganz gut geklappt. Den Feinschliff gab's dann noch mit dem Hobel und der Rest der Spanten nach unten wurde mit Multimaster, Stecheisen und Hammer rausgekloppt.

Mit dem Plan, in Backbordspant Nummer 2 nur ein Vollholzstück einzusetzen und nicht zu lamellieren, wie bei den anderen Reparaturstellen, sind wir ein klein bisschen unsicher geworden. Wegen der blöden Position ist die Schäftung nicht ganz lang genug und viel vom Restspant nach unten bleibt auch nicht übrig. Alternative 1 mehr Nieten rein und hält im Verbund oder Alternative 2 den Spant auch bis unten hin raus nehmen und neu lamellieren. Aber die Entscheidung wurde jetzt erstmal nochmal vertagt.

Während Paula am Wochenende auf ihre Optikiddos aufgepasst hat, hat Jan eine weitere Diagnose mit Jens (besten Dank!) für die morsche Stelle am Kühlschrank und die Plankenreparatur erstellt: Die weniger betroffenen unteren Planken werden von innen mit Spunden geflickt, dann kommt der neue Spant rein und anschließend müssen die beiden oberen Planken von außen geflickt werden. Die am meisten betroffene Stelle hat gerade mal noch 6mm gesundes Holz der ursprünglich verbauten 22mm, da tut der Schritt zum Loch im Boot nicht ganz so doll weh.

Wieder so eine große Aufgabe zu haben, hat irgendwie auch wieder angespornt, viele Stunden am Boot zu machen, und so ging es auch nach dem Urlaub unter der Woche nach Feierabend ran an die Buletten (Soja versteht sich).

Bevor die Spunde in den unteren Planken gesetzt werden können, musste erst die Schablone für den neuen Spant erstellt werden, damit man zum Abnehmen noch eine gerade Oberfläche hat. Dazu kam noch eine weitere Schablone für Steuerbordspant Nummer 2. Es fehlt also noch die Hälfte der Schablonen, das ist auch ganz gut so, denn so richtig gut und vor allem schnell im Schablonenmachen sind wir bisher noch nicht.

Kurzfristig gab es noch einen kurzen Besuch in der Bootsbauerwerkstatt, wo uns noch ein paar Tipps auf die Hand gegeben und uns direkt noch die Holzstücke für die Spantreparatur auf der großen Kreissäge zugesägt wurden. Und dann wurde schon der erste Spund markiert und mit Stecheisen und Hobelmesser ausgestochen. Die Form steht schon mal, jetzt muss es nur noch ein klein bisschen tiefer. Das kommt am Wochenende.

Was es sonst noch so gibt

Kaffeekaffeekaffee - Mittlerweile haben wir uns das Leben auf dem Winterlager ein bisschen gemütlicher gemacht. Ab jetzt gibt's Kaffee und Kekse (und ne Hängematte :)). Das steigert nicht nur die Motivation, sondern trägt auch dazu bei, dass wir nicht ganz so hungrig und schlecht gelaunt werden. Und guter Nebeneffekt: lockt potenziellen Schnackbesuch an (und ihr wisst, wir sind immer auf der Suche nach nem guten Schnack).

Und wir haben uns überlegt, ab jetzt zumindest so grob unsere Arbeitsstunden (natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit) aufzuschreiben, um uns mal zu überlegen, wie wir die Zeit sinnvoller hätten verbringen können :).

Und hier die Stats

  • 36h zu zweit, 8h nur Jan (während Paula faul auf dem Motorboot bunte Hariboschnecken gegessen hat)
  • 2 Kaffeepausen, davon 1 mit Gesellschaft!!
  • 1 Packung Kekse (sehr ernüchternd ist uns schon klar)
  • 2 mittelmäßig große Zickereien und keine Ahnung wie viele Höhen

Ok, das war's, tschööö und Grüßeee!